FIRMENCHRONIK
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Artikel aus den Mühlviertler Nachrichten vom 4. Mai 1978

 

Vor 1967 noch wurden das Gebiet Steyregg, Luftenberg, St. Georgen/Gusen, Langenstein, Teile von Engerwitzdorf und Katsdorf nur von den Rettungsdienststellen in Linz und Perg versorgt.
Dazu kam, dass Linz nur über Urfahr erreichbar war. Dies bedeutete für die Bevölkerung dieser Gemeinden eine unzumutbare Wartezeit bei Akutfällen.

Die damaligen Gemeindeärzte von St. Georgen/Gusen Dr. Degeneve und Steyregg  Dr. Prem sahen in diesem Zustand dringenden Handlungsbedarf. Sie arrangierten sich mit Herrn Franz Hofer sen., der damals ein kleines Taxiunternehmen unterhielt. Gemeinsam mit Herrn Staudinger von der Wirtschaftskammer Linz wurde nun das Vorhaben, eine Rettungsdienststelle für eine bessere Versorgung der betroffenen Gemeindebürger, verwirklicht.

Nach zahlreichen Verhandlungen mit der Gebietskrankenkasse und dem Ankauf eines Rettungswagens, war es im Herbst 1967 soweit.
Dem Unternehmen Franz und Hedwig Hofer wurde die Konzessionsurkunde für die Durchführung von Krankentransporten und Unfallnothilfe überreicht. Außerdem wurden Verträge mit allen Krankenkassen österreichweit abgeschlossen.

Unter dem Namen Grünes Kreuz Luftenberg (für viele auch "Hofer-Rettung") wurde mit 26. Oktober 1967 der Dienst für ca. 12 000 Einwohner aufgenommen. Die erste Ausfahrt, ein Patient aus Schörgendorf mit akuter Blinddarmentzündung, ließ nicht lange auf sich warten.

Anfang der 70er Jahre wurde ein zweiter Rettungswagen angeschafft. 1971 wurde der Schülertransport für die Gemeinde Luftenberg übernommen. Da jedoch Prioritäten gesetzt werden mussten und den Firmeninhabern der Krankentransport und die optimale Versorgung der Bevölkerung sehr am Herzen lag, wurde der Schülertransport 1978 wieder abgegeben.

1985 stieg Oskar Hofer, der Sohn des Ehepaares, in den Familienbetrieb ein. Noch im selben Jahr absolvierte er die Ausbildung zum staatlich geprüften Sanitätsgehilfen am AKH Linz. 1987 erkrankte der Firmengründer Franz Hofer sen.. Nach seinem Tod 1988 übernahm Oskar Hofer die Geschäftsführung. Die Konzessionsprüfung legte er 1990 ab. Mit dem Pensionsantritt im Jänner 1997 übergab Hedwig Hofer offiziell den Betrieb ihrem Sohn Oskar Hofer.

Aufgrund der zufriedenstellenden Leistungen und vor allem des persönlichen Einsatzes wurden die Dienstleistungen der Firma Hofer vermehrt in Anspruch genommen. Dies machte eine Aufstockung des Fuhrparks und Personals erforderlich.
Mittlerweile zählt der Betrieb sechs Krankentransportwagen (optional sind vier davon auf RTW´s aufrüstbar) und zwei Vans für "Sitzendtransporte". Das Unternehmen beschäftigt zur Zeit 10 Mitarbeiter, die nach dem Sanitätsgesetz 2002 als anerkannte Rettungssanitäter tätig sind.

Fünf Eigenschaften, die in den letzten 35 Jahren Leitbild waren und auch die Zukunft unseres Betriebes bestimmen:

  • flexibel

  • unbürokratisch

  • zuverlässig

  • sorgfältig

  • kompetent

Wir sind stolz darauf, dass wir im Krankentransportwesen mit unserem privatem Unternehmen, dem keinerlei finanzielle Unterstützung aus öffentlicher Hand zuerkannt wurde, Fuß gefasst haben.

Dies ist im Besonderen auch denjenigen Patienten zu verdanken, die uns auf Grund ihrer Zufriedenheit weiterempfohlen haben.